Weltenkollison

Mein Favorit und voll aus dem Schulleben (kommt am besten wenn man es laut vorliest):

Am …… schrieb xxx:

Werter Vater von zzz,

ich möchte nur daran erinnern, dass zzz am Freitag verpflichtet ist, an den Bundesjugendspielen teilzunehmen. Im letzten Jahr fehlte zzz zu dieser Veranstaltung unentschuldigt. Ein weiteres unentschuldigtes Fehlen, das machen Sie zzz bitte klar, wird härtere Konsequenzen nach sich ziehen.

Mit freundlichen Grüßen,

xxx

Antwort des “werten Vaters”:

Sehr geehrte xxx,

vielen Dank für Ihre – ich nenne sie der Einfachheit halber – Erinnerungsmail. Ein bisschen verwundert bin ich schon, ob des Tons, den Sie mir gegenüber anschlagen. Setzen Sie sich mit allen Eltern auf diese Weise in Verbindung? Was die Anrede “Werter Vater von zzz” angeht, wage ich an dieser Stelle den zarten Hinweis auf die unrühmliche Vergangenheit derselben. Mehr dazu unter folgendem Link.

http://dereinzige.de/2006/12/12/werter-herr/

Über den Rest der Mail muss ich nicht viele Worte machen. Die Worte zwischen den Zeilen leuchten allzu deutlich. So verbleibe ich in der Hoffnung, dass sich auch bei Ihnen eines Tages die Erkenntnis durchsetzen wird, dass es andere und wirksamere Motivationshilfen gibt, als drohen und bestrafen. Ihr Einverständnis voraussetzend, leite ich dieses Antwortschreiben an die GEV sowie die Schulleitung weiter.

Mit freundlichen Grüßen

yyy (Vater von zzz)

so und nun ich (natürlich an alle, die vom Vater angemailt wurden):

Sehr geehrter Herr yyy,

vielen Dank für die Weiterleitung. Ich könnte mir vorstellen, dass die Anrede an Sie daher rührt, dass ihre E-Mailadresse ganz anders heißt und dies für Verwirrung sorgte. Ich gehe davon aus, dass “ohoh” Ihr Künstlername ist?

Zu den Bundesjugendspielen: Diese finden nach meiner Kenntnis morgen, Donnerstag 20.05.10, statt. Dabei handelt es sich in der Tat um eine Schulveranstaltung, an der die Kinder verpflichtet sind (Schulpflicht) teilzunehmen. Unentschuldigtes Fehlen wäre Schwänzen.

Könnten Sie sich nicht mit xxx telefonisch kurzschließen? Anscheinend ist ja doch mehr im Argen?

Viele Grüße

“ahah” (ich heiße wirklich so (-;)

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Nachtrag:

Der Vater ist in der Tat im schriftstellerischen Bereich unter einem Pseudonym tätig, seine E-Mailadresse heißt auch so wie sein Pseudonymname, unterschrieben hat er wiederum mit seinem richtigen Namen. Das betreffende Kind trägt einen anderen Nachnamen, den der Mutter. Das Kind lebt eine Woche beim Vater und eine Woche bei der Mutter. Hoffentlich mailen demnächst nicht auch noch die Großeltern mit Doppelnamen oder dreimal geschieden und wieder Geburtsnamen angenommen …..  gar mit Pseudonymmailadresse …. und hoffentlich sind die dann nicht auch noch mit den Eltern verstritten ….

Was ich vergass: in der betreffenden Klasse lernen ca. 30 Schüler/innen.

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Da sind wohl Welten aufeinander geprallt …. ???

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